...mehr als nur Geburtshilfe
 

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Im Mai 2003 habe ich die Fortbildung „Akupunkturausbildung für Hebammen” bei der Institution PRO MEDICO absolviert und erfolgreich beendet. Das heißt, ich darf im Rahmen meiner Hebammentätigkeit die Akupunktur bei Beschwerden anwenden, sie mit anderen Behandlungen / Ernährungstipps usw. kombinieren.
Die rein „geburtsvorbereitende Akupunktur” (GVAP) dient dazu, den Körper, den Geist und die Seele auf die Geburt vorzubereiten und fällt damit nicht in den Abrechnungspunkt „Hilfe bei Beschwerden”. Die GVAP beinhaltet 20 minütige Sitzungen ab der 37. SSW, einmal wöchentlich, bis zur Geburt des Kindes. Es werden insgesamt 8 Nadeln gestochen. Der Punkt Magen 36 liegt unterhalb des Knies und wirkt schmerzlindernd, entkrampfend, psychisch ausgleichend und verdauungsfördernd. Der Punkt Gallenblase 34 liegt seitlich unter dem Knie, gilt als Meisterpunkt der Muskeln und Sehnen und wirkt somit gut auf die Gebärmutter.
Der Punkt Milz / Pankreas 6 liegt an der Innenseite des Unterschenkels, gilt als Königspunkt bei geburtshilflich / gynäkologischen Problemen und wirkt erweichend und entspannend auf den Muttermund. Sobald der Muttermund weich ist, wird zusätzlich der Punkt Blase 67 am kleinen Zeh gestochen. Dieser wirkt anregend und regulierend auf die Wehentätigkeit.

In dieser Kombination wirkt die Akupunktur bei den meisten Frauen geburtserleichternd. Im Durchschnitt sinkt die Dauer, bis der Muttermund bei Erstgebärenden vollständig eröffnet ist, um zwei Stunden.
Trotz dieser positiven Effekte zahlen die gesetzlichen Krankenkassen diese Form der Akupunktur NICHT!
Eine Sitzung inklusive sterilem Nadelmaterial kostet € 10,-
Wenn Ihr also bis zur 41. SSW akupunktiert würdet, kostet das maximal € 50,-
Sicherlich lohnt es sich.